Glossar

Autovaccine

Autovaccine, auch Autovakzine, sind Heilimpfungen, die individuell für jede Patientin hergestellt werden können. Autovaccine werden eingesetzt bei wiederkehrenden, chronischen Infektionen, z. B. immer wieder Blasenentzündungen mit Escherischia coli oder Scheideninfektionen mit Candida albicans. Dann wird in einem akuten Infekt Abstrichmaterial bzw. Urin in ein Speziallabor eingeschickt, das die "bösen Buben" anzüchtet und nach Abtötung der Keime dann aus den Zellwandbestandteilen eine Impfung herstellt. Diese Impfung wir dann beginnend mit sehr hohen Verdünnungen 2 x pro Woche über 1-3 Monate gegeben, um das Immunsystem für diese Keime zu sensibilisieren und bei erneutem Auftreten einer Besiedelung viel schneller zu reagieren und die "Unruhestifter" schnell abzuwehren. Wir arbeiten überwiegend mit oralen Autovaccinen zum Sprühen auf die Mundschleimhaut, da Patientinnen das gut zu Hause selber durchführen können.

Autovaccine können aber auch zur Immunmodulation bei Allergien, allergischem Asthma und als individueller Heilversuch bei Endometriose eingesetzt werden. Bei vielen Patientinnen ist damit eine deutliche Reduktion an Schmerzmitteln oder Antiallergika möglich. Weitere Informationen sowie ein Merkblatt zum Ablauf und den Kosten einer Autovaccine-Therapie für Privatpatientinnen und Selbstzahlerinnen finden Sie bei unsrer Ärztin Stephanie Prestin.

Gynefix

Eine rahmenlose Spirale, die wirkt wie ein konventionelles IUP, über die spermienabtötende Wirkung von Kupfer. Bei der Gynefix sind Kupferperlen auf einen Nylonfaden aufgezogen, der mit einem Knoten im Gebärmutterdach verankert wird, daher wird sie auch als Kupferkette bezeichnet. Die Gynefix wurde in Belgien Anfang der 90er Jahren von Dr. Wildemeersch ursprünglich als Spirale für Frauen mit schmaler, zierlicher Gebärmutter vor allem vor dem ersten Kind, entwickelt. Sie hat sich als flexible und sehr sichere Verhütung bewährt, für Frauen, die mit konventionellen Spiralen starke Blutungsprobleme oder Schmerzen haben. Frau Dr. Struck legt Kupferketten seit 2001 als sie im Rahmen Ihrer Tätigkeit bei den britischen Streitkräften Soldatinnen mit Langzeitverhütung (LARC) versorgte. Frau Prestin hat die Einlage direkt in Belgien bei dem Entwickler der Kupferkette Dr. Wildemeersch erlernt, da sie einige Jahre in Antwerpen gelebt hat und Flämisch spricht. 

Entgegen gelegentlicher Gerüchte im Internet hat die Gynefix eine Zulassung für Deutschland und die EU in beiden Größen für jeweils 5 Jahre Liegezeit/Nutzungsdauer.

www.verhueten-gynefix.de

hormonfreie Verhütung

Wenn Sie zur Empfängnisverhütung keine Hormonpräparate nehmen können oder wegen einer Erkrankung bzw. Risikofaktoren nicht dürfen, ist das für uns kein Problem:
Spiralen: wir haben 10 verschiedene Modelle von Spiralen "an Bord": aus Kupfer, Kupfer-Silber-Spiralen, Kupfer-Gold-Spiralen, die Kupferkette (Gynefix) in beiden Längen. Da ist für jede Größe und Breite einer Gebärmutter ein passendes Modell dabei. Wir legen nur Spiralen mit einer Liegedauer von mindestens 5 Jahren, haben aber auch mit den Gold-Spiralen Tragedauern von 10 Jahren "im Angebot", gerade für Frauen über 40, die nicht mehr viel Aufwand in Sachen Verhütung betreiben wollen bis der Wechsel kommt.
Barrieremethoden: Wir passen sowohl das klassische Diaphragma und die Portiokappe an, als auch das Femcap und bieten Training zum Einsetzen und Entfernen der Barrieren an, auch zum Caya, falls gewünscht.
Zeitwahlmethoden: Bei uns bekommen Sie kompetente Beratung zu verschiedenen Formen der Zyklusbeobachtung von Sensiplan (NFP) bis zu Zyklus-Apps. Merke: Sensiplan ist super gut und sehr sicher, bei den elektronischen Helferleins gibt es nur sehr, sehr wenige mit einem vernünftigen Algorithmus, der die fruchtbaren Tage zuverlässig bestimmt. Leider!

Weitere Informationen auch zur Nachverhütung und zu Preisen finden Sie unter dem Reiter Frauenheilkunde / Empfängnisverhütung.

Naturheilverfahren, klassische

Heilkunde mit den natürlichen Faktoren Ernährung, Bewegung, Wärme, Kälte, Massagen und Lebensordnung.

ÖD (Östrogendominanz)

Ein Ungleichgewicht der beiden weiblichen Hormone Östrogen und Progesteron zu Gunsten des Östrogens wird als Östrogendominanz bezeichnet. Gelbkörperschwäche oder Corpus-luteum-Insuffizienz sind andere Bezeichnungen für dieses relativ häufige Phänomen, das vor allem Frauen nach dem 30. Lebensjahr plagen kann. Zwischen der Regelblutung und dem Eisprung ist das Befinden meist gut, nach dem Eisprung macht sich der relative Mangel an Progesteron häufig in Form eines prämenstruellen Syndroms (PMS) bemerkbar. Eine Östrogendominanz kann aber auch relativ symptomarm verlaufen. Da diese Hormonkonstellation sowohl das Wachstum von Myomen fördert, als auch die Aktivität von Endometriose-Herden (auch wenn sie nicht die Ursache für Myome und Endometriose ist) kann sie vielfältige Probleme im Frauenleben bereiten. Hinweise auf eine Östrogendominanz ergeben sich aus der Anamnese der Patientin, oft ist auch eine Bestimmung des Hormonspiegels sinnvoll. Neben Gestagen-fördernden Heilpflanzen wie z. B. Mönchspfeffer und Frauenmantel sowie Ernährungs- und Lebensstil-Veränderungen aber auch die Anwendung von bioidentischem Progesteron sinnvoll. Myome und Endometriose verschwinden dadurch nicht, das kann nur mit einer Operation erreicht werden, aber Beschwerden und das Wachstum der Myome lassen sich in vielen Fällen begrenzen.

PCO

Das Syndrom der Polyzystischen Ovarien ist eine hormonelle Störung, bei der der weibliche Körper zu viele männliche Hormone produziert und damit die Balance und Produktion der weiblichen Hormone, der Östrogene und des Progesterons stört. Typischerweise ist der Zyklus unregelmäßig, meist viel zu lang mit Menstruationen alle 3 bis 6 Monate, aber auch unregelmäßige häufige Blutungen kommen vor. Daneben machen sich die männlichen Hormone oft durch fettige Haut und Haare, Haarausfall am Kopf, dafür aber übermäßige Behaarung an Armen, Beinen und zwischen Bauchnabel und Symphyse unangenehm bemerkbar. Für die Diagnose entscheidend ist ein Hormonstatus aus dem Blut, wobei die Blutabnahme während der Menstruationsblutung erfolgt. Die konventionelle Therapie besteht in der Gabe einer Anti-Baby-Pille, die eine Teilwirkung gegen männliche Hormone hat, eine sogenannte antiandrogene Pille. Wenn eine Frau mit Pille verhüten möchte, können so prima zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: sichere Verhütung und eine Senkung der männlichen Hormone die im Blut zirkulieren. Bei Kinderwunsch wird im Allgemeinen das Diabetes-Medikament Metformin empfohlen. Wenn kein Bedarf zur Verhütung besteht und eine konventionelle Therapie nicht gewünscht wird, kann über weitere Laboruntersuchungen getestet werden, ob eine Insulinresistenz vorliegt. Manche Frauen haben ein stoffwechselbetontes PCO-Syndrom, das heißt, sie haben keine Zuckerkrankheit, der Körper muss aber große Mengen Insulin produzieren, um den Blutzuckerspiegel im Griff zu halten. Da hohe Insulinspiegel die Ausschüttung von Botenstoffen der Hirnanhangsdrüse stören, die wiederum den Eierstöcken sagen, welche Hormone sie in welchem Verhältnis produzieren sollen, kann die Bauchspeicheldrüse ein Missverhältnis zwischen weiblichen und männlichen Hormonen fördern. Wir haben in einigen Fällen bei Zyklusstörungen und Kinderwunsch sehr gute Erfahrung gemacht mit einer Kombination aus Ernährungstherapie und Phytotherapie (Heilpflanzen). Dazu müssen wir allerdings sagen, dass sich unerwünschter Haarwuchs nicht so einfach vertreiben lässt.

PMS

Das Prämenstruelle Syndrom ist eine Sammlung an Beschwerden, die vor der Menstruation auftreten. Sind es bei einigen Frauen nur ein bis zwei Tage, so leiden andere ab dem Eisprung ganze zwei Wochen unter ihren Symptomen. Manchmal stehen körperliche Beschwerden im Vordergrund mit Rücken- und Kopfschmerzen, Verspannungen der Muskulatur, Brustspannen, Wassereinlagerungen, aufgeblähtem Bauch und Durchschlafstörungen. Aber auch psychische Beschwerden können die Zeit vor den Tagen beschwerlich machen: Depressive Stimmungslage bis hin zum Weltuntergangsgefühl, Überforderung, Antriebslosigkeit, Weinerlichkeit aber auch aggressive Ausbrüche und starke Stimmungsschwankungen kommen vor. Stehen sehr starke psychische Beschwerden im Vordergrund wird medizinisch auch von einem PMDS (Prämenstruelles Dysphorisches Syndrom) oder Englisch PMDD (premennstrual dysphoric dysorder) gesprochen. Häufig steckt als Ursache ein Ungleichgewicht zwischen den beiden weiblichen Hormonen Östrogen und Progesteron dahinter, die als Östrogendominanz benannt wird. Je nachdem, welche Beschwerden am stärksten auftreten, kann in vielen Fällen eine Kombination aus Heilpflanzen und Ernährungsmedizin hilfreich sein, aber auch eine Creme aus bioidentischem Progesteron aus der Yamswurzel kann helfen, die Tage vor den Tagen deutlich erträglicher zu gestalten.

Vaginalökologie

Die mikrobielle Flora der Scheide ist ein geniales selbstreinigendes System, das im Normalfall ortsfremde Bakterien und Pilze gut abwehren kann, sofern sie nicht dabei gestört wird. Bei wiederkehrenden Infekten ist es nicht nur wichtig, die Schadkeime zu identifizieren, sondern vor allem zu analysieren, was die lokale Immunabwehr schwächt und stört. In der Infektionslehre stellt sich immer die Frage, was zuerst da war: die Henne oder das Ei, der Infekt-Erreger oder die Störung der Basis, auf dem dieser angeht. Falsche Pflege, Grunderkrankungen oder unpassende Verhütung, wir versuchen der Ursache mit Ihnen auf den Grund zu gehen.

Vaginalstatus

Eine besondere Form des mikrobiologischen Abstrichs aus der Scheide, bei dem nicht nur Schadkeime alias "böse Buben" identifiziert werden sondern auch die Aufstellung der Schutzflora analysiert wird.

http://amt-herborn.de

zweite Meinung

Sie stehen vor der Entscheidung ob Sie sich operieren lassen sollen und möchten gerne einen anderen Blickwinkel? Wir beraten Sie gerne nicht nur aus der Sicht von Gynäkologinnen, die selber alle drei lange in Kliniken gearbeitet haben und wenn auch nicht alles selber operiert, so doch oft und viel bei allen gynäkologischen Operationen assistiert haben. Wir haben auch den Blick der Naturheilkunde: Wir wissen darum das Narben als Störfelder fungieren können, bei Operationen Meridiane durchtrennt werden und manche Beschwerden Regulationsstörungen sein können. Bei letzteren zum Beispiel starke Menstruationsblutungen bei Myomen, ist vor einer Operation oft ein Behandlungsversuch mit Heilpflanzen oder anderen natürlichen Verfahren angezeigt und in vielen Fällen auch erfolgreich. Bei Veränderungen am Muttermund z. B. Pap III D mit HP-Viren sind Behandlungen mit hochdosierten Vitaminen und Zäpfchen mit ätherischen Ölen eine Möglichkeit, zwischen zwei Abstrich-Kontrollen die Selbstheilungskräfte zu unterstützen. Nicht zuletzt haben wir einen psychosomatischen Blick auf die Bedeutung, die Symptome für Sie haben können und wie sie in Zusammenhang mit Lebensumständen stehen können.

Wir beraten Sie auch zu alternativen Operationsverfahren zum Beispiel zu organerhaltenden Therapien bei Myomen wie die Endometriumablation (Gebärmutter-Schleimhautverödung) und helfen Ihnen, wenn es nötig ist, die für Sie beste Klinik zu finden. Wenn eine Operation unumgänglich ist, beraten wir Sie gerne zur naturheilkundlichen Unterstützung der Wundheilung nach Operationen durch Heilkräutertees, Ernährung und homöopathische Mittel.

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